Tipps rund um Pferd und Reiten

Tipps rund um Pferd und Reiten

1 Gegen Unwilligkeit beim Auftrensen

Tipps rund um Pferd und Reiten | Haben Sie sich schon mal einen eisekalten Löffel in den Mund geschoben? Viele Pferde wissen es zu schätzen, wenn Sie Metallgebisse in den kühlen und kalten Monaten vor dem Auftrensen anwärmen. Ist die Sattelkammer nicht oder kaum geheizt, hilft auch ein temperieren in warmem Wasser. Oder Sie schieben das Gebiss, zum Beispiel während der Pferdepflege vor dem Reiten, körpernah in eine Tasche oder unter Ihre Jacke.

2 Ihr Pferd trinkt ungern „fremdes“ Wasser?

Tipps rund um Pferd und Reiten | Für Pferde ist eine ausreichende Wasserzufuhr genauso wichtig wie für uns Menschen. Gerade unterwegs, angestrengt von Transport, Ortswechsel oder den Anforderungen eines Wettkampfes oder langen Rittes, verweigert ein sensibles Pferd häufig das Tränken.

Auch wenn ihm zuhause eine Selbsttränke oder ein großer Trog zur Verfügung steht: Tränken Sie Ihr Pferd zwischendurch aus einem bestimmten Eimer. Machen Sie diesen zu seinem Lieblingseimer, indem Sie das Wasser im Eimer mit Obstessig oder Tee anreichern. Tees, die viele Pferde mögen, sind zum Beispiel Brennessel-, Johanniskraut- oder Hagebuttentee. Unterwegs können Sie Geruch und Geschmack von fremdem Wasser dann mit den bevorzugten Zusätzen überdecken. Serviert im Lieblingseimer stehen die Chancen gut, dass Ihr Pferd auch unbekanntes Wasser gern annimmt.

Wichtig im Stall: Tränk- und Futtereimer, Tröge und Selbsttränken sollten täglich gereinigt werden. Nicht nur Staub und Schmutz, sondern auch Ammoniakausdünstungen können sich darin absetzen und zum Beispiel zu Störungen des Verdauungstraktes führen.

3 Intimpflege für Wallache und Hengste

Tipps rund um Pferd und Reiten | Auch Pferdemänner benötigen bisweilen Intimpflege. Ihr Schlauch kann durch Smegma (abgestorbene Hautzellen und Urinreste), Erde und Steinchen, Schweiß und Körperfett stark verkrusten und zu Unwohlsein und Verspannungen bis hin zu Verletzungen und Krebserkrankungen führen. Der natürliche Reinigungsvorgang findet durch das Anschwellen während des sexuell motivierten Ausschachtens oder des Deckaktes im Natursprung statt. Besonders bei Wallachen, die nur zum Urinieren oder in Entspannungshaltung ausschachten, fällt diese Selbstreinigung weg.

Hinweis auf starke Verkrustungen kann eine klemmige Hinterhand sein. Der Blick auf den ausgeschachteten Schlauch zeigt, ob es an der Zeit ist, ein wenig Intimpflege zu betreiben. Hängen sehr viele Verkrustungen daran, können diese mit warmem Wasser eingeweicht und abgelöst werden. Wichtig ist, die Krusten nicht einfach abzuziehen, damit keine schmerzhaften Hautverletzungen und Eintrittspforten für Bakterien entstehen.

Um das Pferd an diese Pflege zu gewöhnen, kann es hilfreich sein, zunächst den äußeren Bereich der Schlauchtasche mit lauwarmem Wasser abzuwaschen. Ist es dabei entspannt, führen Sie den warmen Schwamm in die Schlauchtausche ein und waschen die Hautfalten behutsam aus. Empfindet das Pferd dies als angenehm, wird es bei Wiederholung des Pflegerituals bald ausschachten und Ihnen so eine behutsame Reinigung ermöglichen.

Aber Achtung – schlagkräftiger Arbeitsbereich!
Auch wenn der Schlauch nicht zu häufig gewaschen werden soll, um seine natürliche Bakterienflora nicht zu zerstören, ist es sinnvoll, das Pferd auch in dieser Zone an eine pflegende Berührung zu gewöhnen. Im Ernstfall haben es dann alle Beteiligten leichter, Abhilfe zu schaffen. Bitte sprechen Sie Ihren Tierarzt an, wie häufig Sie den Schlauch des Pferdes reinigen sollten. Handelt es sich nicht um Deckhengste, ist die Reinigung ein- bis zweimal pro Jahr häufig ausreichend. Er kann Sie auch zum Thema Reinigungszusätze, wie zum Beispiel Jodseife, beraten.

4 Etikette beim Reiten zu Mehreren

Tipps rund um Pferd und Reiten | Wenn gut sozialisierte Pferde auf der Weide aufeinander zugehen, peilen sie nicht den Kopf des anderen Tieres an, sondern nähern sich seiner Schulter. Auch wenn sie als Gruppe über die Weide ziehen, wird man kaum alle nahe beieinander auf gleicher Höhe, sondern versetzt oder hintereinander laufen sehen. Der „Schulterpunkt“ markiert die Grenze – darüber hinaus nähert sich ein höfliches Pferd nicht dem Kopf eines anderen Pferdes. Respektiert es diese Grenze nicht, wird das vorangehende Tier seine Position mit Abwehrreaktionen wie Beißen und Schlagen behaupten wollen.

Wenn Sie mit einem unerfahrenen oder anderen nicht vertrauten Pferd nahe neben einem anderen reiten wollen, wird Ihr Pferd dessen Abwehrreaktion erwarten. Also versucht es, zurück zu bleiben oder sich vor das andere Tier zu flüchten. Verwehren Sie ihm diese Möglichkeit, kann es sein, dass sich Ihr Pferd schützen will, indem es seinerseits den anderen zu beißen oder schlagen versucht.

Wenn Sie anfangs große Abstände zu anderen Pferden einhalten, geben Sie allen die Chance, einander kennenzulernen und können die Distanz allmählich verringern.

Der negative Klassiker
Beim „Durcheinanderreiten“ verlässt ein Reiter die Zirkellinie zur geschlossenen Seite, schert knapp vor einem von der langen Seite kommenden Reiter ein. Das vordere Pferd keilt aus, das folgende Pferd-/Reiterpaar kriegt einen heftigen Schlag ab.

Die Kommunikation über den Schulterpunkt können Sie sich auch zu Nutze machen, wenn sich ein Pferd auf der Weide nur schlecht einfangen lässt. Nähern Sie sich ihm schräg von der Seite statt frontal darauf zuzugehen.

Klare Ordnung: Das braune Pferd respektiert die Führungsrolle des Schimmels und bleibt hinter seiner Schulter. 

Abb.1: Klare Ordnung. Das braune Pferd respektiert die Führungsrolle des Schimmels und bleibt hinter seiner Schulter.

5 Nicht zu früh absatteln

Bei niedrigen Außentemperaturen
Kommt ein Pferd bei kühlen Temperaturen mit nassgeschwitzter Sattellage in die Stallgasse oder den Stall, ist ein wichtiger Schutz vor Erkältungen, sofort eine Abschwitzdecke zur Hand zu haben. Ist das nicht der Fall, lassen Sie besser das Pferd noch gesattelt und mit gelockertem Gurt stehen. Der Sattel hält die Sattellage noch warm, bis Sie die Decke auflegen können.

Bei hohen Außentemperaturen
Nach langen Ritten an heißen Tagen können unter dem Sattel Hitzeschwellungen entstehen. Sind diese weder heiß noch druckempfindlich, verschwinden sie in der Regel nach einigen Stunden von selbst. Kühlende Tücher unterstützen das Abschwellen.
Unterbrechen Sie Ihren Ritt nur für eine Pause, lassen Sie das Pferd zunächst gesattelt mit gelockertem Gurt stehen, bis es abgekühlt ist.

Ganzjährig
Bürsten Sie nach dem Absatteln die Sattellage Ihres Pferdes aus. Geben Sie ihm nach einer Anstrengung außerdem die Möglichkeit, sich ohne Decke zu wälzen – möglichst außerhalb der Box, um ein Festliegen zu vermeiden. Das trägt zur Entspannung bei und reibt Staub ins Fell, was den Schweiß bindet und das Trocknen unterstützt.

Wälzen nach der Arbeit ist entspannend, trägt zur Hautpflege bei und lässt nasse Pferde schneller trocknen.

Abb.2: Wälzen nach der Arbeit ist entspannend, trägt zur Hautpflege bei und lässt nasse Pferde schneller trocknen.

6 Allroundtalent für die Putzkiste: Ballistol

Tipps rund um Pferd und Reiten | Ursprünglich 1874 für das kaiserliche Heer als Waffen- und Wundöl gegen kleinere Verletzungen entwickelt, hat das Produkt im Laufe der Jahre viele weitere Anwendungen gefunden. Daraus hervorgegangen sind eine Vielzahl von Spezialprodukten. Wir halten es mit dem klassischen „Ballistol Universalöl“ und nutzen es als Mückenschutz, zur Reinigung von Pferdeohren, bei kleinen Wunden und für die Pflege von brüchigem Leder.

Ein Beitrag von Eva Winter

Quellen: rihaij/pixabay (Abb.1), Alexas Fotos/pixabay (Abb.2)

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